Chimp-Chi

“Mishka!” Die dröhnende Stimme von Guerilla hallte durch Chimp-Chis Gedanken. Wie immer, wenn die Dinge aus dem Ruder liefen. Er hatte bereits zu Beginn ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache gehabt. Virus und Dr. Red würden die Daten aus dem Großrechner der Anlage stehlen während die restlichen Miglieder des A.R.C. darauf achten sollten das ihnen niemand zu nahe kam.

Als sie dann das Gelände erreicht hatten war alles ruhig. Zu ruhig, wie selbst Howler bemerkte. Und nun hatte Chimp-Chi diese Gestalt entdeckt: gekleidet in einen Trenchcoat mit einem Hut. Beinahe schon lächerlich schlecht getarnt und überaus verdächtig. Leise hob Chimp-Chi einen seiner Shuriken und zielte sorgfältig bevor er ihn auf die Gestalt warf. Das Geschoss flog in einer sauberen Bahn seinem Ziel entgegen und fiel wenige Zentimeter vor der Gestalt harmlos zu Boden, so als sei er von etwas unsichtbarem abgeprallt. Doch Chim-Chi hatte keine Zeit sich darüber zu wundern. Beinahe im selben Augenblick warf die Gestalt Hut und Mantel von sich  und präsentierte sich in all ihrer chromblitzenden Pracht: ein junges asiatisches Mädchen, gerüstet mit einer geradezu auf Hochglanz polierten Panzerung. In einer weiteren, fließenden  Bewegung zog sie ein Katana und versuchte mit suchendem Blick die Quelle des Shuriken auszumachen.

Es sprach nur für Chronin, dass sie nicht in Deckung gesprungen war, nachdem der Shuriken an ihrem Zeitschild abgeprallt war. Chimp-Chi wußte, mit wem er es zu tun hatte. Diese Frau war gefährlich und, fast viel schlimmer, sie war ein Mitglied von Heavy Metal. Die anderen Mitglieder des A.R.C. würden sicherlich ebenso auf Helden dieser Truppe gestoßen sein. Da kam Chimp-Chi ein Gedanke und seine Gestalt straffte sich als er seine Deckung verließ und sich offen auf die Straße stellte. Chronin entdeckte ihn sofort, doch als sie sah wer er war und nachdem er sein treues San-En Ninjaken gezogen hatte, tat sie etwas völlig unerwartetes: Sie begegnete Chim-Chi mit einem traditionellen Kriegergruß. Einen kurzen Moment lang erlebte er ein kleines Hochgefühl. Sie akzeptierte ihn, trotz seines Äußeren als einen Krieger, einen würdigen Gegner. Stolz flammte in ihm auf und durch seine zusammengebissenen Zähne stieß er einen Satz hervor bevor er sich in den Kampf stürzte: “Ich bin keine Laborratte!”   

Published in: on 17. April 2011 at 16:35  Kommentare (1)  
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  1. Gefällt mir sehr gut, schön zu sehen, das es noch andere Leute hier in Deutschland gibt, die Pulp City spielen, hatte schon befürchtet, der einzige zu sein. :-)

    Thomas


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